Diagnose Nebennierenschwäche

Diagnose Nebennierenschwäche

Diagnose Nebennierenschwäche

Ich schreibe diesen Post 10 Monate nachdem ich die Diagnose Nebennierenschwäche bekommen habe. Heute bin ich immer noch nicht vollkommen geheilt, aber auf einem guten Weg. Manchmal geht es besser als an anderen Tagen. Meine Hormone sind immer noch nicht ganz ausgeglichen und mein Zyklus ist irregulär. Darüber hinaus ist mein Schlaf-Wach-Rhythmus auch noch nicht wieder ganz normal.

„Heilung braucht eben Zeit. Man kann seinen Körper nicht jahrelang ausbeuten und dann erwarten, dass man in ein paar Tagen wieder fit ist.“

Was genau ist eine Nebennierenschwäche?

Aber fangen wir mal von vorne an: Was sind eigentlich die Nebennieren und was bedeutet Nebennierenschwäche? Die Nebennieren sind kleine „Hütchen“, die den Nieren aufsitzen aber mit diesen eigentlich nicht wirklich viel zu tun haben. Sie gehören zum Hormonsystem und bilden zusammen mit dem Hypothalamus und der Hypophyse die HPA-Achse. Außerdem stehen sie in engem Kontakt mit der Schilddrüse und den Geschlechtssdrüsen (Eierstöcke bzw. Hoden). Folglich bedeutet eine Nebennierenschwäche also (vereinfacht gesagt) Hormonchaos. 

Davon hatte ich in der Anfangsphase allerdings noch keinen blassen Schimmer. Ich litt unter extremer Erschöpfung und suchte schließlich meinen Hausartzt auf. Irgendetwas stimmte nicht mit mir und das wollte ich überprüfen lassen. Nun ist Nebennierenschwäche allerdings eine Krankheit, die von der Schulmedizin noch nicht wirklich anerkannt ist. Der Arzt hat mich auch direkt wieder nach Hause geschickt. Anschließend bin ich zu einer Heilpraktikerin gegangen. Nach der Anamnese war sie sich quasi schon sicher: Nebennierenschwäche. Hatte ich zu diesem Zeitpunkt zum ersten mal gehört. Der englische Begriff „adrenal fatigue“ war mir geläufig aber ich hatte mich nie wirklich damit beschäftig. 

Wie kommt es zu einer Nebennierenschwäche?

Ein Speicheltest führte dann zur endgültigen Diagnose. Ich finde es prinzipiell immer besser, zu wissen was los ist. Dann kann man zumindest etwas tun. Hätte ich damals gewusst, was da noch auf mich zukommt… Die Heilung einer Nebennierenschwäche kann bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen. Es ist quasi wie ein körperliches Burnout. Durch chronischen Stress läuft der Körper ständig auf Anschlag und es wird massiv Cortisol ausgeschüttet. Irgendwann ist dann kaum noch etwas da und man rutscht in eine völlige Erschöpfung. 

Kurz gesagt ist also Stress ein Auslöser für Nebennierenschwäche und er verbraucht unglaublich viele Nährstoffe. Üblicherweise essen Menschen, die wenig Zeit haben, jedoch meist nicht gerade gesund. Man kommt dann ja auch in einen Teufelskreis. Schlechter Schlaf wird mit viel Kaffee ausgeglichen. Wie wir wissen, macht Müdigkeit hungrig und so greift man eher wieder zu ungesunden, raffinieren Kohlehydraten. Anschließend am Abend noch ein Glas Wein um runterzukommen. Das alles raubt dem Körper noch mehr Nährstoffe.

Wie heilt man eine Nebennierenschwäche?

Die Heilpraktikerin hatte mir dann erstmal ein Mulitvitamin-Präparat verschrieben um die Nährstoffdefizite auszugleichen. Darüber hinaus bekam ich verschiedene pflanzliche und homöopathische Medikamente. Die Ernährung hatte ich schon umgestellt auf ayurvedisch-vegan. Nach einigen Wochen ging es dann zum Glück auch bergauf. Es ist gut einen erfahrenen Therapeuten an seiner Seite zu haben.

Wenn ich mit meiner Ausbildung fertig bin, möchte ich mich gerne auf chronische, stressbedingte Krankheiten wie Nebennierenschwäche spezialisieren. Im letzten Jahr habe ich mir so viel Wissen darüber angeeignet, Weiterbildungen besucht und selbst vieles ausprobiert. Ich hoffe, dass ich damit anderen Menschen helfen kann.

Im nächsten Post werde ich noch etwas genauer schreiben, was mir bei der Heilung meiner Nebennierenschwäche geholfen hat. Wenn du in der Zwischenzeit Fragen hast oder dich mit mir austauschen möchtest dann melde dich jederzeit gerne bei mir! 🙂

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